Isabelle Hannemann . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: ©Jürgen Pollak, 2019
Isabelle Hannemann

In meiner Malerei und Grafik steht die Frage nach dem Mensch in seiner Umwelt im Mittelpunkt: Leute mit ihren Nöten, Ängsten, Glücksmomenten, Eigenheiten, Unternehmungen, ihren Vorlieben und Beziehungen und ihrer sozialen Verankerung und Verantwortung.
Ich beobachte sehr gerne und komme dadurch oft im Alltag auf meine Bildideen.
Dabei interessiere ich mich für das Verhältnis von individuell Erlebtem und gesellschaftlichen Phänomenen im Zusammenhang mit der alltäglich hereinbrechenden Bilderflut.
Themen wie Gleichberechtigung, Kindererziehung, Umgang mit der Extremsituation einer Pandemie und Umweltschutz spielen hier eine Rolle.

https://www.isabellehannemann.de

02/2022

Rea Siegel Ketros . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotografin: Claudia Fy
Rea Siegel Ketros

„Die Lichtfelder“
Vor zwanzig Jahren habe ich „Hinter-Licht-Bilder“ gemalt. Es waren Bilder auf Nessel, die von der Rückseite her beleuchtet wurden und Transparenz entstehen ließen. Dann knipste ich das Licht aus. Es folgten die „Schwarzarbeiten“, die sich mit dem „inneren Dunkelgrund“ auf schwarzer Leinwand beschäftigten, – eine Reise ins Unterbewusstsein. Auch die darauf folgenden „Wortklangbilder“ waren mit Schwarzbildern durchzogen.

Aber inzwischen habe ich das Licht, das aus der Farbe selbst kommt, erfahren. Ich lasse die Farbstücke leuchten, suche keine Ablenkung durch Struktur oder Formenvielfalt. – Durch die radikale Reduktion der Form gewinnt die Farbe neue Bedeutsamkeit. Ihre Energie entfaltet sich ohne Begründung als ihr eigenes Dasein: Sie ist. – Sie spricht. – Sie agiert.

Die Konzentration auf wenige Farbflächen schafft eine andere Wahrnehmung: Intensität und Bewusstheit verstärken sich. Ein „Versinken“ in der Farbe wird möglich. Es ist ein Rückzug aus dem endlosen, unergründlichen Raum, in dem ich mich nicht verlieren will. – Aber statt dessen hat sich ein Hineingehen in „diesen Augenblick“ eingestellt: „nur dies“. Und das schafft Klarheit und Übereinstimmung. Das genügt.

02/2022

Doris-Lidwina Stauss . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Aufbau der Ausstellung “ Netzwerke“ in der Galerie Peripherie/ Sudhaus Tübingen
Fotograf: Gerhard Walter Feuchter, Okt. 2021

Doris-Lidwina Stauss

Bei den Arbeiten „Farbklänge I“, die hier zu sehen sind, liegt der Schwerpunkt darauf, die Intensitäten der Farbe auszuloten. Es geht um spezifische Besonderheiten der Farbe, ihrer Tonwerte, Farbkonsistenz und der Wirkung kontrastierender Farbgestaltung.
Zart angelegte Farbflächen verdichten sich zu monochromen Farbfeldern.
In diesem Prozess werden für mich auch Analogien zwischen Farb- und Musikklängen erkennbar.

12/2021

CHC Geiselhart . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Foto von Sascha Schön vom 7. September 2020

CHC Geiselhart

„Vielleicht ist es die einzige Möglichkeit, auf die Tatsache des Seins zu reagieren, indem man ihr etwas ähnlich Rätselhaftes gegenüberstellt.“
(CHC Geiselhart, 1999/2000)

12/2021

Sylvia Wanke . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Helmut Landwehr, 2016
Sylvia Wanke

Über die Kunst zu spielen
Über das Spiel mit der Kunst
Über das Zeug, das Kunst wird und Spiel bleibt:

KunstSpielZeug meint inszenierte Gestaltung: „Kunst macht Theater“ und setzt figürliche, gegenständliche oder abstrakte Objekte in Szene, zeigt bewegliche Spielobjekte, Puppen, mechanische Miniaturen oder Szenerien. Zur Aufführung gebracht werden figürliche Plastiken und Masken tragende Kunstfiguren: Großplastiken im Straßentheater, Puppen, Tier- und Menschenfiguren im Figurentheater und auf der Theater-, Tanz- oder Opernbühne.

Kunst ist Spiel ist Zeug ist Gestaltung ist Imagination ist Metamorphose ist alles.

11/2021

Dagmar Feuerstein . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Ben Oei
Dagmar Feuerstein

Ausgangspunkt für meine Arbeiten sind Fotos. Fotos helfen mir Alltagssituationen einzufangen, sie zu reflektieren und zu transformieren. Das Ergebnis dieses Prozesses wird in meinen Skulpturen visualisiert. Der Schwerpunkt bei der Fotoauswahl liegt in zwischenmenschlichen Beziehungen und Kommunikationsmustern.

11/2021

Heike Renz . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Stephan Üffing, 2020
Heike Renz

Natur.Lebt.
„alles ist im Fluß und jedes Bild wird gestaltet, während es vorrübergeht.“ Ovid
Meine Motive finde ich immer wieder in der Natur.
Meine Bilder sind Momentaufnahmen.Stimmungen der Natur: Gräser, Pflanzen, Landschaften, wie ich sie wahrnehme, empfinde und interpretiere.
Spontan festgehalten, dynamisch in lasierenden Farbschichten aufgebracht, beginnt bei meiner Malweise ein Prozess, in dem sich Formen und Farben auflösen und durch ihr Zusammenspiel ganz eigene, stimmungsvoll abstrahierte Bildwelten entstehen lassen. Das fasziniert mich immer wieder.
„Heike Renz…setzt ihre Emotionen gegenüber der blühenden Natur in Arbeiten um, die durch ihre Spontaneität, ihren sicheren Farbsinn und ihr Gefühl für exzentrisch – dynamische Kompositionen gefallen. Das formale Bilddenken tritt in glücklicher Weise hinter die emotionale Gestaltung zurück und so entstehen Arbeiten, die so frisch daher kommen, dass sie glaubhaft bleiben und mehr sind, als die Fortsetzung eines von manchen ausgetreten geglaubten Sujets.“

Prof.Dr.Helge Bathelt

11/2021

Marc Stage . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Urheber des Fotos: Marc Stage 2021

Marc Stage

Es gibt in der Malerei keine Langeweile, keine Kälte, keine unerbittliche Zeit. Malerei ist der reißende Strom, welcher den Begriff Zeit überflüssig machen lässt.

11/2021

László Simon . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotografin: Judith Simon (2021)


Fotografin: Judith Simon (2021)

László Simon

„Vom Herzen gehen die Dinge aus, sind herzgeboren und herzgefügt.“ (Buddha Gautama)

Alles was mit uns geschieht, alles, aber wirklich alles ist mit unserem Herzen verbunden. Wir können in dieser Welt, als Mensch nur dann mit Sicherheit durchs Leben gehen, wenn wir alles mit unserem Herzen betrachten und wenn wir die Wahrheit in uns, in unserem Herzen suchen!

Mein Hauptmotiv ist der menschliche Körper, das Gesicht. Manchmal mache ich aber gerne einen kleinen Ausflug zu Stillleben.

https://www.instagram.com/artsim7/

11/2021

Monika Rosenberger . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotografin: Paulina Parhammer, 2019
Monika Rosenberger

Meine Bilder lassen sich unter dem Überbegriff „Zeitreise“ zusammenfassen. Denn in meiner kryptischen Bilderwelt unternehme ich Reisen durch Zeit und Raum. Vom Hier und Jetzt in die Vergangenheit wie in die Zukunft.

„Der Künstlerin ist eigen, dass sie einen thematischen Ernst hat, das heißt grundsätzliche Fragen über die Existenz des Menschen, über ihre Verortung, über ihr Dasein und ihre Auseinandersetzung mit der Welt stellt und es dennoch durch Material und komplexe Mischtechnik, durch Zusammensetzung und Duktus schafft, etwas Spielerisches, Leichtes, etwas Überraschendes in ihre Kunst hineinzubringen“.

Dr. Ulrike Niederhofer

monika-rosenberger.de

10/2021

Helm Zirkelbach . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Herbert Geiger
Helm Zirkelbach

Ich mache Radierungen, weil es kein geheimnisvolleres und dynamischeres Druckverfahren gibt. Das Ätzen und Radieren ist ein langsamer Prozess, für mich ein zeitlos faszinierendes Medium, für immer wieder neue und gegenwärtige Bildfindungen mit einem Betriebssystem, das schon über 500 Jahre alt ist. Helm Zirkelbach

10/2021

Barbara Ehrmann . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Barbara Ehrmann im Atelier, August 2021
Fotograf: Alexander Nelles

Barbara Ehrmann

Seit einigen Jahren inspiriert mich eine besondere Passion, das Apnoetauchen: tief eingetaucht sein in einer anderen Welt, im Urstoff Wasser, schwerelos fremdartige Perspektiven und traumhafte Ästhetik, besondere Lichtstimmungen und Transparenz erleben. Dieser mentale und physisch existentielle Zustand, das besondere Körpergefühl beim Apnoetauchen wirkt aktuell sehr in die Welt meiner Bilder.
Ich arbeite schwerpunktmäßig mit Tuschen auf asiatischen Papieren, verbunden mit einer seit vielen Jahren entwickelten eigenen Wachstechnik. Auf Papier oder Leinwandkörper aufgetragene Wachsschichten erzeugen durchscheinende, semitransparente Schichtungen, die geheimnisvolle Raumtiefe entstehen lassen.

Ich liebe es, empfindliche Balancen zwischen Mensch und abstrakter Form auszuloten und imaginäre Bildräume zu entwickeln, in denen die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben zu sein scheinen. Physisch Schweres schwebt leicht und raumlos in der Luft.
In kleinen, mehrschichtigen Bildtafeln in Wachs oder großformatigen Bildfahnen in frei hängenden Installationen, wird stets ein Spiel der Kräfte und Zustand schwerelosen Schwebens in archaisch anmutender und stark abstrahierter Bildsprache zelebriert. Immer ein Kräftespiel „in der Schwebe“, eine fragile Balance von leicht und schwer.

In meditativer Langsamkeit gemalte Punktstrukturen dehnen sich aus, bilden Formen, die an Schwämme, Korallen oder Ströme von Luftblasen denken lassen. Schattenrissartige Bojen, Reusen oder bootsähnliche Gefäßformen gleiten dynamisch ins Bild, driften nach oben, sinken sanft ab, alles im Fluss.

Experimentelle Unterwasservideoprojekte, zusammen mit meinem Projektpartner und Ehemann Alexander Nelles apnoetauchend gefilmt, eröffnen den Blick auf neue Bildwelten und bereichern mein grafisch-malerisches Schaffen.

Artist Statement Barbara Ehrmann, 2021
www.barbara-ehrmann.de

10/2021

Daniel Wollmann . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Foto: Daniel Wollmann, 2019
Daniel Wollmann

Als Ausschnitte eines großen Ganzen, wähle ich als Grundlage Bilder, die in mir Erinnerungen wecken, eine Emotion hervorrufen oder auf eine bestimmte, von mir gewollte, Formulierung hinweisen. Die Landschaft oder die Natur in unterschiedlichen Darstellungsformen abstrahiert, bilden die Struktur, das Gerüst. Eine Basis um Inhalte zu transportieren. Die Inhalte kreisen um menschliche Befindlichkeiten, um Sinn und Zweck unseres Daseins. Dafür arbeite ich mit Symbolen, die Informationen in eine andere Sprache übersetzen, auf eine andere Ebene bringen. Diese Inhalte speisen sich aus meinen persönlichen Erfahrungen, spirituellen Erlebnissen, Erinnerungen, meiner Weltanschauung, also am Ende aus meinem Leben. Wie anders könnte ich die Welt anschauen, als durch meine eigene Sichtweise? Sie ist so individuell wie die eines jeden Einzelnen. Und es ist immer eine Sicht auf die Dinge zum jetzigen Zeitpunkt. Meine Erfahrungen werden sich mehren, mein Leben sich verändern und somit in bestimmten Teilen auch Inhalte und Sichtweisen in meiner Kunst. Ein stetiger, im Wandel begriffener Prozess. Und so ist jede Arbeit stets eine Momentaufnahme.

10/2021

DADA . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Thitz (Performance “HUG“ anlässlich Ausstellung im Kulturring Rathaus Winterbach, 2019)

 


Fotograf : DADA ( Courtesy Katalogfoto, Museum Bad Schussenried,Schlösser und Gärten BW, 2020)
DADA

Performancekünstlerin, Stoffbildhauerin, Figurentheater, Objekte, Hugglings und spirituelle Accessoires = DADA
„Das Flüchtige der Performance wird im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit zum Werkstück und erhält dadurch eine neue Qualität.“ Dr. Helga Wäß (München, Kunsthistorikerin)

Es gibt zwei Arten meiner Performances, die eine die sich auf direkte Kommunikation mit Raum, Menschen und Requisiten fixiert. Und die andere Art der Performances liegt in der Natur, im Freien, in der Liebe zu Schöpfung und allem was lebt und bereit ist, mit meiner Existenz zu kommunizieren, sich anzufreunden und vor allem sich erfühlen zu lassen.
Immer geht es um die Sinneswahrnehmungen, Zeit, Schnell-Langsamkeit, die Echtheit, das Wesen der Dinge, um spirituelles Empfinden.

Genauso geht es mir beim Arbeiten an meinen Objekten und Installationen. Ddurch die intensive Beschäftigung entsteht eine spirituelle Tiefe – die Rettung aus der Oberflächlichkeit des „Normalen“.

Die Umwandlung von vermeintlich Negativem- Gefundenem zu etwas Schönem – Positiven ist Zentrum meiner künstlerischen Position.

10/2021

Brigitte Neufeldt . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Peter Neufeldt


Fotograf: Peter Neufeldt

Brigitte Neufeldt

Die Konfusion harrt schon in der Ordnung, die Bedeckung fällt in die Untiefe und in der Atmosphäre knospt die Kurzlebigkeit.

Meine Videos entstehen in einem Prozess, der sich über Monate oder Jahre erstrecken kann. Es werden Objekte, Objektausschnitte oder reine oder gebrochene Lichteffekte erfasst.

Die auf diesen Streifzügen gesammelten Daten werden in digitaler Form archiviert. Aus diesem mittlerweile sehr umfangreichen visuellen Gedächtnis (=Fundus) wähle ich sehr bewusst einzelne Sequenzen für eine Weiterbearbeitung mittels Videobearbeitungsprogrammen im Computer aus. Im Zuge dieses Prozesses entsteht ein Destillat, in das die äußere Welt, meine Innenwelt und die sich zwischen diesen zwei Welten ergebenden Wechselwirkungen zusammenkommen.

Oft ist es ein Land der Stille, so nenne ich die ersten Clips, in denen nur das Bewegtbild vorhanden ist. Diese fiktive neue Weltsicht bedarf des Sounds – den ich dann hinzufüge und der ebenfalls in meinem Fundus sein kann oder neu komponiert wird.

Mehrere Tage oder auch nur Stunden liegt das neu zusammengestellte Werk unbeachtet auf der Festplatte.

Eine erneute Durchsicht folgt, mit Abstand und kritischem Blick. Erfährt es meine Akzeptanz kommt es ohne Korrektur aus, ansonsten gehe ich alle Schritte der Bearbeitung – sogar neu aufgenommenes Material kann dazukommen- durch und feile daran, bis ich ein wirklich zufriedenstellendes Video komponiert habe.

06/2021

Heidi Kucher . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Klaus Kober, 2020
Heidi Kucher

In meiner künstlerischen Arbeit bevorzuge ich entschiedene Formen, in klaren Farben, – die jedoch getragen werden von einer sehr vielschichtigen und vielfarbigen Untermalung, teilweise auch kleinen Textfragmenten.

Mein wichtigstes Anliegen ist nach wie vor das Aufspüren der Wertigkeit der Formen in Abhängigkeit von der Farbe.
Mein Professor K.R.H. Sonderborg, der bedauerte, was wir als Kinder konnten und als Erwachsene verlieren, hat mich sehr darin bestärkt, so viel wie möglich in meine Erwachsenenwelt zu retten.

06/2021

Elke Zemelka . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: A.F. Beck, 2019
Elke Zemelka

Inspiriert ist die Künstlerin von der zeitgenössischen englischen, figurativen Malerei eines Francis Bacon oder einer Jenny Saville, ebenso aber auch von Arbeiten des mexikanischen Malers Francisco Toledo oder der teilweise fragmentierten Skulpturen eines Thomas Schütte.
Elke Zemelka geht es in ihren Körperdarstellungen überwiegend um die Steigerung von Plastizität bei gleichbleibender Fragilität. Dies erreicht sie mittels schichtweisen Farbaufträgen mit unterschiedlichen Verdünnungen.
In einer umfassenden Beschreibung bezüglich der Bildkomposition könnte man festhalten, dass in den organisch-amorphen Darstellungsformen ihr Drang hin zu Körperfragmenten mit einer stetig transparenter werdenden Oberflächenhaut augenscheinlich wird, was als eine reflexive Verarbeitung von persönlichen Wandlungs- und Entwicklungsphasen gedeutet werden kann.

05/2021

Ulli Blomeier-Zillich . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotografin: Silvia Jungmann/Konstanz 2021

Ulli Blomeier-Zillich

Meine Bilder verweigern sich einer inhaltsbezogenen Gegenständlichkeit. Sie sind geprägt von Abstraktion, Kompositionen und Balance. Meist ohne Titel, lassen sie dem Betrachter jede Freiheit der Interpretation.
Das Zusammenspiel von Farbe, Form, Struktur – Ritzungen und Zeichnung – ergibt Kompositionen, die in ihrer harmonischen Ausgewogenheit Ruhe ausstrahlen und gleichzeitig innere Spannung erkennen lassen. Sie entfalten ein starkes Eigenleben, erscheinen poetisch, zart und wirken wie Inseln der Ruhe.

04/2021

Kersten Paulsen . . . . wer Profi ist, ist drin !

 


Fotograf: Yakup Zeyrek
Kersten Paulsen, Malerin und Bühnenbildnerin

Meine Bildthemen der großformatigen Gemälde sind in der Natur erlebt, wenig einer technischen Welt entlehnt.
Da sind die Steinbrüche, in denen über Jahrmillionen gewachsene Strukturen zu Tage treten, deren Wirkungspotential die Vorstellung von Materie ebenso intensiviert wie die mit ihr einhergehende Dimension der Zeit. Oder Bäume, die nie abbildhaft erscheinen, sondern ausschnitthaft als mächtige Stämme den Bildraum gliedern. Der Mensch scheint ausgesperrt aus diesen Bildwelten. Dennoch ist er als Verursacher martialischer Eingriffe in die Natur stets präsent.
Die großen literarischen Themen des menschlichen Dramas: Liebe (bzw. deren Abwesenheit), Tod, Vereinzelung finden sich wie zersprengte Notate in kleinformatigen Gouachen wieder.
Objekte und Objektkästen befreien meine Bildideen aus der Zweidimensionalität von Leinwand und Papier und gehen in den Raum. Neben jahrelangem Modellbau für Bühnenbildentwürfe entwickelten sich aus anfänglichen Holzkästchen mit aleatorisch zusammengewürfelten Fundstücken inszenierte Kunstgehäuse, in denen Dinge/Schätze/andere Skurrilitäten und Sprachelemente eine veränderte Bedeutungsebene erfahren.

04/2021